Drucken, teilen und in Notiz-Apps verwenden

So bringst du deine Handschrift-PDF aufs Papier, aufs Tablet oder in ein Design

Nach dem Erstellen lädst du deine Handschrift mit „Download“ als PDF herunter. Die häufigste Ursache für einen zu kleinen Ausdruck oder schiefe Linien ist die Druckoption „An Seite anpassen“. Wie du in Originalgröße druckst, in Notiz-Apps weiterschreibst oder die Datei teilst, steht hier.

Richtig drucken

  1. Papierformat A4 wählenDie Seiten von GPTGenie haben das Format A4. Stelle im Druckdialog dasselbe Format ein.
  2. Tatsächliche Größe statt „An Seite anpassen“Viele Drucker verkleinern die Seite sonst leicht. Wähle „Tatsächliche Größe“ oder „100 %“, damit Ränder und Linien stimmen.
  3. Hintergrund bedenkenWenn du auf echtes Briefpapier oder eine Karte druckst, wähle in GPTGenie vorher den weißen Blanko-Hintergrund. Sonst wird das digitale Papier mitgedruckt.
  4. Probedruck auf normalem PapierVor allem bei teurem Karton lohnt sich ein Testausdruck. Halte ihn gegen das Licht vor die Karte, um die Position zu prüfen.
Tipp für Karten

Für eine Klappkarte im Format A6 druckst du auf A4 und schneidest danach zu. Mit „Oberer Rand“ und „Seitenrand“ legst du fest, wo der Text beginnt. Für ein bestimmtes Viertel des Blattes ziehst du den Text danach im PDF-Editor an die gewünschte Stelle.

Fertige PDF mit Download-Knopf in GPTGenie
Mit „Download“ speicherst du die PDF, mit „Bearbeiten“ öffnest du sie vorher im Editor. (Beispiel-Zeichensatz)

Welches Papier für welchen Zweck

Die Papierstärke wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Normales Kopierpapier hat 80 g/m². Je höher die Zahl, desto fester das Papier.

ZweckPapierHinweis
Notizen, Lernzettel, Probedrucke80 g/m², Kopierpapiergünstig, passt in jeden Drucker
Persönliche Briefe90 bis 120 g/m², Briefpapierfühlt sich wertiger an, scheint weniger durch
Karteikarten160 bis 190 g/m²stabil genug zum Durchblättern
Grußkarten und Einladungen200 bis 300 g/m², Kartonvorher prüfen, bis wie viel Gramm dein Drucker kommt
Etikettenselbstklebende A4-Bögenauf die Sorte für Tinte oder Laser achten

Die meisten Heimdrucker schaffen offiziell um die 200 bis 250 g/m², das steht in der Anleitung oder auf der Website des Herstellers. Dickeres Papier zieht man am besten einzeln über den hinteren Schacht oder die manuelle Zufuhr ein, falls vorhanden, weil es dort weniger stark gebogen wird.

Einstellungen im Druckertreiber

Neben dem Format und der tatsächlichen Größe lohnen sich zwei weitere Einstellungen. Unter „Papiertyp“ oder „Medium“ wählst du die Sorte, die wirklich im Drucker liegt, zum Beispiel „Karton“ oder „Schweres Papier“. Der Drucker passt dann Tintenmenge oder Temperatur an. Und für Karten lohnt sich „Hohe Qualität“, bei Notizen reicht „Standard“.

Bei Tintenstrahldruckern auf glattem, beschichtetem Papier braucht die Tinte manchmal einen Moment zum Trocknen. Lass frisch gedruckte Karten ein paar Minuten liegen, bevor du sie stapelst.

Umschläge bedrucken

Auch die Adresse auf dem Umschlag kann in deiner Handschrift stehen. Die üblichen Formate sind DL (110 × 220 mm) für ein dreimal gefaltetes A4-Blatt und C6 (114 × 162 mm) für A6-Karten. Weil GPTGenie Seiten im A4-Format erstellt, stellst du die Ränder so ein, dass die Adresse in dem Bereich steht, der beim Umschlag bedruckt wird, und probierst es zuerst auf einem Blatt Papier aus, das du auf Umschlaggröße zuschneidest. Den Umschlag selbst legst du einzeln in die manuelle Zufuhr. In welcher Richtung er liegen muss, zeigt meist ein kleines Symbol am Drucker.

Vom Handy oder Tablet drucken

Auf dem iPhone und iPad öffnest du die PDF, tippst auf „Teilen“ und dann auf „Drucken“. Das funktioniert mit allen Druckern, die AirPrint unterstützen, und das sind die meisten WLAN-Drucker. Auf Android geht es über das Menü der PDF-Ansicht. Falls dein Drucker dort nicht auftaucht, hilft die App des Herstellers. Ohne eigenen Drucker kannst du die PDF auch per USB-Stick oder E-Mail in einen Copyshop bringen, dort gibt es auch dickeren Karton.

Doppelseitig drucken und falten

Bei mehrseitigen Briefen oder Lernzetteln spart doppelseitiger Druck Papier. Die meisten Drucker fragen im Druckdialog, ob an der langen oder an der kurzen Kante gewendet werden soll. Für normale Seiten im Hochformat ist es die lange Kante. Wählt man die kurze, steht die Rückseite auf dem Kopf. Wer einen Drucker ohne automatischen Duplex hat, druckt erst die ungeraden Seiten, legt den Stapel wieder ein und druckt dann die geraden. Ein Testblatt mit einem Pfeil auf der Vorderseite zeigt, wie herum das Papier eingelegt werden muss.

Für Karten, die gefaltet werden, gilt: Bei Papier ab etwa 200 Gramm bricht die Faser beim Falten und es entsteht eine unschöne, raue Kante. Vorher mit einem stumpfen Messerrücken oder einem Falzbein entlang eines Lineals eine Rille ziehen, dann knickt das Papier sauber. Bei Papier mit sichtbarer Laufrichtung faltet man parallel zur Faser, das geht leichter und sieht besser aus.

Im Copyshop drucken

Für Einladungen in größerer Zahl oder für sehr festes Papier lohnt sich oft der Copyshop. Dort stehen Laserdrucker, die Karton bis 300 Gramm und mehr bedrucken, und das Ergebnis ist schärfer und wischfester als bei den meisten Tintenstrahldruckern zu Hause. Bring die PDF auf einem USB-Stick mit oder schick sie vorher per E-Mail, und sag dazu, dass sie in Originalgröße und ohne Ränder anpassen gedruckt werden soll.

Wer mehrere Karten auf einem Bogen haben möchte, etwa vier Postkarten auf einem A4-Blatt, sollte das vorher besprechen. Viele Copyshops schneiden die Bögen gegen eine kleine Gebühr auch gleich mit der großen Schneidemaschine. Das ist viel sauberer als mit der Schere und spart bei fünfzig Karten eine Menge Zeit.

Was das Drucken kostet

Bei Tintenstrahldruckern ist die Tinte oft das Teuerste. Eine Seite mit normalem Text in Handschrift braucht wenig Tinte, weil die Striche dünn sind. Teuer wird es bei dunklen Hintergründen und farbigem Papier, das der Drucker vollflächig drucken muss. Wer also Briefe in größerer Zahl druckt, nimmt am besten einen weißen Hintergrund in GPTGenie und legt farbiges Papier in den Drucker. Das spart Tinte und sieht sogar echter aus.

Laserdrucker sind pro Seite günstiger, können aber kein beliebig dickes Papier verarbeiten. Was dein Gerät schafft, steht im Handbuch unter „Papiergewicht“ oder „Medien“. Einige Drucker haben dafür einen eigenen Einzug auf der Rückseite oder eine Klappe vorn, durch die das Papier gerade durchläuft, statt sich um eine Walze zu biegen.

Wenn der Ausdruck nicht stimmt

  • Der Rand ist abgeschnitten: „An Seite anpassen“ oder „Randlos“ ist aktiv. Auf „Tatsächliche Größe“ umstellen.
  • Die Linien des Papiers sind nicht mehr im richtigen Abstand: Auch hier wurde skaliert. Gleiche Lösung.
  • Die Schrift ist blass: Prüfen, ob „Entwurf“ oder „Tinte sparen“ eingestellt ist, und den Füllstand der Patronen ansehen.
  • Der Drucker verbraucht sehr viel Tinte: Das passiert beim dunklen Papier, weil die ganze Fläche bedruckt wird. Zum Drucken lieber ein helles Papier wählen.
  • Karton wird nicht eingezogen: Er ist zu dick für den normalen Schacht. Einzeln über die manuelle Zufuhr versuchen oder dünneren Karton nehmen.

In Notiz-Apps verwenden

Die PDF lässt sich in alle gängigen Notiz-Apps importieren. So kannst du getippte Einträge optisch zu deinen handschriftlichen Notizen passend machen.

  • GoodNotes: PDF in der Dateien-App antippen, „Teilen“ wählen und „In GoodNotes öffnen“. Die Seiten lassen sich auch in ein bestehendes Notizbuch einfügen.
  • Notability: Über „Importieren“ die Datei auswählen. Danach kannst du mit dem Stift direkt weiterschreiben.
  • OneNote: „Einfügen“ und dann „Dateiausdruck“ wählen. Die Seiten erscheinen als Bilder in der Notiz.

Teilen per Messenger oder E-Mail

Eine PDF mit wenigen Seiten ist meist nur wenige hundert Kilobyte groß und lässt sich problemlos verschicken. Wer lieber ein Bild teilt, zum Beispiel für eine Story oder einen Status, macht einfach einen Screenshot der Vorschau oder wandelt die PDF mit einem Bildprogramm in ein PNG um.

In Designs weiterverwenden

Für Kartendesigns, Fotobücher oder Grafiken kannst du die PDF in Programme wie Canva, Affinity, Photoshop oder GIMP laden. Am einfachsten geht das mit dunklem Text auf weißem Blanko-Hintergrund: Die weiße Fläche lässt sich dort leicht entfernen oder mit dem Ebenenmodus „Multiplizieren“ unsichtbar machen, sodass nur die Schrift übrig bleibt.

Vorher nachbessern

Bevor du druckst oder teilst, lohnt sich ein Blick in den PDF-Editor („Bearbeiten“). Dort kannst du einzelne Wörter verschieben, eine missglückte Stelle radieren, etwas von Hand ergänzen oder eine Seite hinzufügen. Die Änderungen landen direkt in der heruntergeladenen PDF.

PDF-Editor von GPTGenie mit Werkzeugleiste
Im PDF-Editor kannst du vor dem Drucken Wörter verschieben, mit Stift oder Marker ergänzen und danach über „Exportieren“ speichern.

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