Anleitung: So erstellst du deine Handschrift-PDF
Von den ersten Buchstaben bis zur fertigen PDF: Schritt für Schritt
1. Vorbereitung
Du brauchst nur einen Browser. Am besten funktioniert das Zeichnen mit einem Tablet und Stift oder mit dem Finger auf dem Handy, mit der Maus geht es auch, die Striche werden aber meist etwas eckiger.
Wähle oben im Buchstaben-Raster zuerst deine Sprache. Danach zeigt GPTGenie genau die Zeichen an, die du für diese Sprache brauchst, zum Beispiel ä, ö, ü und ß für Deutsch.

2. Buchstaben zeichnen
Es gibt zwei Wege:
- Fast Scan (empfohlen)Der Fast Scan führt dich nacheinander durch alle Zeichen. Links siehst du eine Vorlage, rechts zeichnest du. Mit „Weiter“ wird gespeichert und das nächste Zeichen erscheint; Zeichen, die du nicht brauchst, überspringst du einfach, indem du ohne zu zeichnen auf „Weiter“ tippst.
- Einzelne ZeichenTippe im Raster auf ein Zeichen, zeichne es in das Feld darunter und drücke „Speichern“. Das ist praktisch, um einzelne Buchstaben zu verbessern oder weitere Versionen hinzuzufügen.
Im Zeichenfeld siehst du eine durchgezogene Grundlinie mit kleinen Pfeilen an beiden Enden. Setze jeden Buchstaben mit seinem „Fuß“ darauf, so stehen später alle Buchstaben auf einer Linie. Buchstaben mit Unterlänge wie g, j, p, q und y ragen unter die Linie.
Eine grüne Zahl an jedem Zeichen im Raster zeigt, wie viele Versionen du davon schon gezeichnet hast. Mit dem Schalter „Nur fehlende“ blendest du alle fertigen Zeichen aus.

3. Text schreiben und erstellen
- Text eingebenSchreib oder füge deinen Text in das Textfeld ein. Absätze und Leerzeilen werden übernommen.
- Hintergrund wählenUnter „Hintergrund“ findest du verschiedene Papiere, blanko, kariert oder liniert, hell oder dunkel. Du kannst auch ein eigenes Bild hochladen.
- ErstellenTippe auf „Erstellen“. Fehlt ein Zeichen aus deinem Text, zeigt GPTGenie dir vorher genau welches, du kannst es sofort nachzeichnen oder die PDF trotzdem erstellen.
- HerunterladenRechts erscheint die Vorschau. Tippe auf „Download“. Im Fenster gibst du einen Namen ein (oder lässt das Feld leer) und wählst unter „Format“, ob du eine PDF oder eine Datei für deine Notiz-App möchtest, etwa für GoodNotes, Notability, Freenotes oder Noteful.
Setze Wörter zwischen zwei Sternchen, zum Beispiel **wichtig**, dann werden sie dicker. Mit ==wichtig== bekommen sie einen gelben Textmarker, mit ==grün:wichtig== einen grünen (auch blau, pink und orange). Am schnellsten geht es über „Format“: Text markieren und eine Farbe antippen. Im Textfeld siehst du die Markierung sofort farbig, die Zeichen davor und dahinter werden blass angezeigt. In der PDF tauchen sie nicht auf.

4. Einstellungen anpassen
Die Standardwerte passen für die meisten Handschriften. Wenn dir etwas auffällt, findest du im Bereich „Einstellungen“ unter anderem:
- Buchstabengröße und Zeilenabstand: passend zu den Linien des gewählten Papiers.
- Buchstabenabstand und Wortabstand: enger wirkt flüssiger, weiter wirkt ordentlicher.
- Unregelmäßigkeit: lässt Buchstaben leicht tanzen, wie bei echter Handschrift.
- Formen variieren: verändert jeden Buchstaben beim Schreiben ein wenig und mischt deine Versionen, damit kein Zeichen zweimal gleich aussieht. Die Strichdicke bleibt dabei so, wie du gezeichnet hast.
- Ränder: oben, unten und an den Seiten, dazu die „Rand-Unregelmäßigkeit“, damit nicht jede Zeile exakt gleich beginnt.
- Schriftfarbe: zum Beispiel Blau wie ein Kugelschreiber.
Mit Presets speicherst du bis zu zehn Kombinationen, etwa eine für liniertes und eine für kariertes Papier.

5. PDF nachbearbeiten
Nach dem Erstellen öffnet „Bearbeiten“ den PDF-Editor. Dort kannst du:
- einzelne Wörter oder ganze Bereiche verschieben und vergrößern,
- Stellen radieren oder frei mit dem Stift ergänzen,
- neuen Text in deiner Handschrift einfügen,
- mit dem Marker hervorheben,
- Seiten hinzufügen, verschieben oder löschen.

6. Wenn etwas nicht passt
Die Buchstaben springen auf und ab
Wahrscheinlich sitzen sie nicht alle auf der Grundlinie. Zeichne die auffälligen Buchstaben neu und achte auf die durchgezogene Linie. Senke außerdem die „Unregelmäßigkeit“ etwas.
Die Wörter kleben aneinander oder sind zu weit auseinander
Passe den „Wortabstand“ an. Wirken die Buchstaben innerhalb eines Wortes zu eng, erhöhe den „Buchstabenabstand“ leicht.
Ein Zeichen fehlt in der PDF
Vor dem Erstellen listet GPTGenie fehlende Zeichen auf. Tippe dort auf „Jetzt zeichnen“ oder starte den Fast Scan mit „Nur fehlende“.
Wie lange dauert das?
Für Deutsch zeigt der Fast Scan 114 Zeichen: Klein- und Großbuchstaben, Umlaute, ß, Ziffern und die üblichen Satzzeichen. Wer zügig zeichnet, ist in etwa einer Viertelstunde durch. Wer sich bei jedem Buchstaben Mühe gibt und ein paar Zeichen wiederholt, braucht eher eine halbe Stunde. Das muss nicht am Stück passieren. Du kannst jederzeit aufhören und später mit „Nur fehlende“ weitermachen.
Alles danach geht schnell. Eine PDF mit einer Seite Text ist nach wenigen Sekunden fertig. Die meiste Zeit kostet erfahrungsgemäß das Feintuning: einmal die Abstände anpassen, zwei, drei Buchstaben neu zeichnen, eine passende Papierart finden. Wenn das einmal sitzt und als Preset gespeichert ist, dauert jeder weitere Text nur noch so lange, wie man zum Tippen braucht.
Mit oder ohne Konto?
Du kannst GPTGenie komplett ohne Anmeldung ausprobieren. Als Gast werden deine Buchstaben im Speicher deines Browsers abgelegt. Das reicht für einen ersten Test, hat aber einen Haken: Löschst du die Browserdaten, benutzt einen privaten Tab oder wechselst das Gerät, sind die Buchstaben weg.
Mit einem kostenlosen Konto werden deine Buchstaben, Einstellungen und Presets dauerhaft gespeichert. Du kannst sie zum Beispiel auf dem Tablet mit Stift zeichnen und die PDF später am Laptop erstellen. Wer mehr als einen Text schreiben will, spart sich mit dem Konto also eine Menge Arbeit. Welche Daten dabei gespeichert werden, steht in der Datenschutzerklärung.
Ein Beispiel von Anfang bis Ende
Angenommen, du möchtest deiner Großmutter einen Brief schreiben, hast aber eine Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk und kannst gerade nicht lange schreiben. So könnte der Ablauf aussehen.
Am ersten Abend zeichnest du im Fast Scan alle Zeichen, in kleinen Etappen, wenn die Hand müde wird. Danach erstellst du einen Probesatz und zeichnest das zu große G und das schiefe k noch einmal. Am nächsten Tag tippst du den Brief in das Textfeld, mit Leerzeilen zwischen den Absätzen. Als Hintergrund wählst du liniertes, cremefarbenes Papier und stellst die Buchstabengröße etwas größer, damit die Großmutter den Brief ohne Lupe lesen kann. Die Schriftfarbe ist ein dunkles Blau.
Nach dem Erstellen öffnest du den Editor, schiebst das Datum nach rechts oben und unterschreibst mit dem Stift von Hand. Dann druckst du die PDF auf etwas festerem Papier aus. Zusammen hat das vielleicht eine Stunde gedauert, beim nächsten Brief sind es nur noch ein paar Minuten. Wie man einen Brief aufbaut und welche Formulierungen passen, steht unter Persönliche Briefe schreiben.
Wie es danach weitergeht
Wenn die Grundlage steht, lohnt es sich, die Schrift nach und nach zu verfeinern. Zweite und dritte Versionen der häufigsten Buchstaben machen den größten Unterschied, mehr dazu unter Tipps für eine natürliche Handschrift. Für Schule und Studium sind die Seiten über Lernzettel und Mathe-Formeln interessant, für Karten und Einladungen die Ideen und Anwendungen. Und falls einmal etwas nicht klappt, hilft die Seite Probleme lösen weiter.
Bereit für den ersten Buchstaben?
Der Fast Scan führt dich durch alle Zeichen. Ein Konto brauchst du dafür nicht.